Ein Segen oder ein Fluch? - die langen Haare eine Tibet-Terriers
Der Tibet-Terrier hat ein Fell, das aus zwei Schichten besteht. Es setzt sich zusammen aus einem langen Deckhaar und dem kürzeren Haar, der sogenannten Unterwolle. Das Deckhaar ist relativ lang und fest und ist bei erwachsenen Hunden oft leicht gewellt. Die Unterwolle wächst, wie der Name irrtümlich vermuten lässt, aber nicht unter, sondern zwischen dem Deckhaar.
Das Haarkleid des Terriers, das für europäischen Breitengrade eher ungewöhnlich ist, hat dem, wie der Name schon sagt, ursprünglich aus Tibet stammendem Hund, in seiner Heimat früher gute Dienste geleistet, bzw. war es überlebenswichtig. Das lange und robuste Deckhaar schützt den kleinen Hund vor UV- Strahlung und der Attacke wilder Tiere. Die dichte und weiche Unterwolle sorgt auch an kalten Wintertagen für ausreichend Wärme und hält den kalten, beißenden Wind ab.
Grundsätzlich reichen für die Haarpflege eines Tibet-Terriers vier Utensilien aus. Diese setzen sich zusammen aus einer Haarbürste mit Drahtstiften (ohne Kunstoffnoppen), deren Oberkanten abgerundet sind, damit sie nicht schmerzhaft ziepen. Dazu sollte man einen Stahlkamm mit breiten und einen mit feinen Zinken besitzen. Eine gute Haarschneideschere vervollständigt die Pflegeausrüstung.
An sich muss das Fell eines Tibet-Terriers nicht unbedingt geschnitten werden, wenn man eine gute Haarpflege betreibt und seinen Hund regelmäßig bürstet. Nur das Schneiden der Haare am Kopf ist manchmal unerlässlich und auch die Haarspitzen sollten ein bis zweimal im Jahr gekürzt werden.
Manchmal kann das Kürzen des gesamten Fells aber trotzdem hilfreich oder vorteilhaft sein. So mögen z.B. ältere Hunde im Allgemeinen eher ein kürzeres Fell, da sie auf diese Weise wieder mehr Mobilität und Freiheit gewinnen. Auch wenn ein Tier krank ist, ist das Kürzen des Fells eine Entlastung, da man dem Hund so die anstrengende Fellpflege ersparen kann.